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Einschaltzeit und Ausschaltzeit von einem Windows Rechner ermitteln
Vor kurzem kam ein Arbeitskollege zu mir und berichtete mir von einer Misere mit der Telekom.
Auf seiner Monatsrechnung war auf einmal eine “Premium Download”- Position in Höhe von 160 EUR enthalten.
Als er bei der TKom nachfragte begründeten sie diese Position damit, dass er sich an Tag “X” insgesamt 5 Spiele aus dem Premium Angebot von T-Online heruntergeladen hätte.
Sie nannten ihm sogar die Zeit, wann er dies angeblich getan haben sollte. Laut Telekom wurden die Spiele zwischen 6:38 und 6:42 heruntergeladen… oder wie die Telekom es sagte “Der Download wurde angestoßen” .
Mein Arbeitskollege war sich nun aber ziemlich sicher, dass er diese Spiele nirgends auf seinem Rechner hat und er oder seine Kinder zu diesem Zeitpunkt gar nicht am PC waren.
Der freundliche Service der Telekom begegnete ihm nur sehr patzig und sagte, dass er doch dann Strafanzeige bei der Polizei gegen Unbekannt erstatten solle… Alter, wo kommen wir denn dahin? Der Telekom ist es wohl sehr einfach möglich, zu schauen ob und mit welcher IP derjenige am besagten Tag zur besagten Uhrzeit online war. Nun gut… jetzt komm ich ins Spiel
.
Nachdem ich mir die Story angehört habe dachte ich sofort daran, erstmal zu Beweisen, dass der PC gar nicht hochgefahren oder online war. Folgendes HowTo gab ich dem Kollegen an die Hand, damit er prüft, wann seine Einschaltzeiten und Ausschaltzeiten am PC war. Hier für die Allgemeinheit aufgeschrieben. Hoffe es nützt mal irgendwem
.
- Klickt auf Start und anschließend auf Ausführen.
(Bei Windows Vista einfach auf Start klicken und in den Suchschlitz Punkt 2 eingeben) - Jetzt tippt “eventvwr” ein und drückt Enter.
- Es öffnet sich ein neues Fenster. Dies ist das Eventlog des Rechners, wo alle möglichen Ereignisse, Fehler usw. protokolliert werden.
Für unseren Fall suchen wir hier die Start- und Endzeit des Rechners. Diese finden wir im Eventlog “System“. Klickt also auf der rechten Seite auf System (bei Windows XP).
Bei Windows Vista klickt zuerst auf Windows Protokolle und anschließend auf “System” (siehe Screenshot).

- Das Eventlog kann schon mal ziemlich vollgelaufen sein, deshalb gibt es eine Möglichkeit, das Eventlog zu Filtern.
Bei Windows XP geht dazu in dem Fenster auf “Ansicht / Filter”. Nun öffnet sich ein neues Fenster. Dort tippt bei Ereigniskennung die Nummer 6006 ein und die Liste zeigt alle Shutdowns. Tippt die Nummer 6005 ein und ihr bekommt alle Boots des Rechners angezeigt.

Bei Windows Vista ist das ein wenig anders. Klickt auf der rechten Seite auf “Aktuelle Protokoll filtern”. Nun könnt ihr bei Ereignis-ID “6005,6006″ eintippen.
Kurze Erklärung:
eventlog 6005 = Anschalten, Hochfahren des Rechners
eventlog 6006 =Ausschalten, Herunterfahren des Rechners
Zurück zu meinem Kollegen:
Anhand der Anleitung hat er bei sich mal nachgeschaut und siehe da, sein Rechner wurde an dem besagten Tag erst gegen 9:30 eingeschaltet.
Wenn das mal nicht ein nützlicher Beweis ist, dass er es gar nicht war. Mal sehen, was der Kollege so weiter berichtet.
Wem das HowTo gefallen/geholfen hat, kann ja mal nen Kommentar schreiben.
PS: Es lässt sich so auch die eigenen Kinder mal überwachen, wie lange der PC denn wirklich an ist. Das Eventlog löscht eigentlich kaum jemand mal.
Eine nützliche Sache, wenn man mal wissen will, wie lange der PC denn so am Tag lief.
Vielleicht schreibe ich dafür mal ne kleine Batch, welche die Daten schön in Excel exportiert… aber nur, wenn ich mal Zeit habe :-/.
Websperren, Zensursula usw.
Kurze Gegenfrage:
Die Gegner der Zensursula bringen immer wieder das Argument, dass die Websperren doch eh nichts bringen! Gepaart mit der Angst und dem Zorn das in Zukunft auch andere Inhalte ausser Kinderpornographie von der Regierung blockiert werden können, möchte ich sagen: “Egal, die Websperren bringen doch eh nichts und können schnell umgangen werden
.”
so long…
Eine Woche Bing
Vor gut einer Woche habe ich bei der Aktion “eine Woche ohne” mitgemacht und unter anderem Google Search durch Bing ersetzt. Hier nun eine kleine Erkentnis:
Kommentar meiner Frau:
Boah, das war aber ne nervige Woche.
(Nachdem ich sagte, na los, stellen wir wieder auf Google um: “Danke! endlich!”)
Twitch’s Erkenntnis:
Meine Herren… an Google kommt doch so schnell keiner vorbei. Gerade bei lokalen Suchanfragen war Google um Längen besser. Die Verknüpfung von Google Search und Google Maps ist bedeutend besser als bei Bing.
Auch wenn das Design sehr an Googles Suchergebnissen erinnert, vom Inhalt und von den Treffern her ist Google doch noch einiges besser… oder:
Man hat sich einfach an die Ergebnisse und deren Präsentation von Google so gewöhnt, dass eine Umstellung des eigenen Suchverhaltens schwer fällt.
Das lässt mich Schlussfolgern, dass ein Google Killer es wohl nur schaffen kann, wenn seine Suchmaschine die komplette Aufmachung von Google kopiert. Google hat die User weltweit an deren Ergebnisse, Design und Features in den Ergebnissen gewöhnt, dass sich bestimmt jeder schwer tun wird, sein Suchverhalten komplett zu ändern. Google hat den Usern DAS Suchverhalten gelehrt.
Auch fehlen so nette kleine Features bei bing wie das Cachedatum in den Suchergebnissen oder Sitelinks.
Ganz zu schweigen von dem fehlenden Universal Search, wo mach sich so extrem schon dran gewöhnt hat.
Twitch’s Senf der Woche
Diese Woche mal ganz im Sinne von “wie verhalte ich mich im Internet”. Inspiriert von den beiden Artikeln auf heise.de diese Woche.
Erkenntnis der Woche:
Den Nutzern sozialer Netzwerke und anderer Foren müsse klar werden: “Das Internet vergisst nie!“
Manche Leute meinen doch wirklich das Internet sei noch anonym. Weitere denken, dass gelöschte Threads oder Posts in Foren, gelöschte Informationen in sozialen Netzwerken, gelöschte Bilder usw. nicht mehr auffindbar wären. Diesen Leuten will ich hier mal die Illusion nehmen und sagen… dem ist nicht so. Man benutze nur mal die tollen Webarchive, Bing- & Google-Cache usw. Wie die Erkenntnis der Woche es schon sagt: “Das Internet vergisst nie!” Auf irgendeiner Festplatte ist die Info doch noch drauf und meist sind diese Festplatten irgendwie erreichbar.
Den Nutzern von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing und co. möchte ich sagen: “Passt auf welche Informationen ihr von euch preisgebt.” Einer Studie zufolge suchen bereits 28 Prozent der befragten Unternehmen sogar gezielt im Internet nach Informationen über Bewerber. Wollt ihr euch eure Zukunftschancen verbauen?
Auch die Regierung reagiert und möchte gerne Schülern per Schulstunden zeigen, wie sie sich im Netz verhalten sollen, damit sie nicht frühzeitig ihre Zukunft verbauen… denn: “Das Internet vergisst nie!”. Vielleicht ist es auch nur Wahlkampfgeplapper, aber ich persönlich finde diese Idee sehr gut.
Besonders kritisch bewerten es die Arbeitgeber, wenn sich Bewerber im Internet abfällig über ihre gegenwärtige oder vergangene Jobsituation äußern. Auch das Einstellen allzu persönlicher Inhalte, wie etwa Fotos von privaten Partys, bringt Bewerbern klare Nachteile.
Ich würde das Ganze aber noch ausweiten auf Studenten, Auszubildende … eigentlich betrifft das alle Menschen, denn egal was man schreibt, dass Internet vergisst nie! Jedes kleine Fitzelchen, das man hinterlässt, ergibt ein Gesamtbild. Wenn man dort z.B. lügt, so holt es einen im echten Leben irgendwann ein.
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), warnte die Bürger vor einem allzu freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen im Internet.
Wer also weiterhin wie wild persönliche Infos, sei es Wahrheiten oder Lügen, im Netz verbreitet, der ist meiner Meinung nach eh selbst schuld. Ihr solltet immer abwägen: Was gebe ich preis!
Da hilft auch keine Idee vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaarmehr, dass solche Netzwerke dem User erlauben sollen zu bestimmen, welche Infos preisgegeben werden. Irgendwie kommt man dennoch an die Daten
.
Bei der Idee von Ilse Aigner (Suchmaschinen sollten außerdem auf soziale Netzwerke keinen Zugriff haben) werden diese “social networks” wohl noch ein Wort mitzureden habe, denn die wären schön doof, wenn sie ihre Einnahmequellen ausschließen. Das wird bestimmt so nicht umsetzbar sein.
Die einzige Chance für jeden einzelnen ist: “Passt auf, was ihr im Internet hinterlasst!” Wer sich diese Aussage zu Herzen nimmt, wird wohl im richtigen Leben keine Benachteiligung zu spüren bekommen.

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